Ich bin der Weg
und die Wahrheit
und das Leben.

Joh. 14,6

Sie sind hier: Wort zum Tag / Andachten für das Jahr 2013 / März 2013 / In Gottes Spur

In Gottes Spur

Ihr gedachtet mir zwar Böses zu tun; aber Gott gedachte es gut zu machen.
(1. Mose 50,20)

Da fiel Joseph auf das Angesicht seines Vaters und weinte über ihm und küsste ihn. Danach befahl Joseph seinen Dienern, den Ärzten, dass sie seinen Vater einbalsamierten; und die Ärzte balsamierten Israel ein. Und sie verwendeten darauf volle 40 Tage; denn so lange dauert die Einbalsamierung; aber beweint haben ihn die Ägypter 70 Tage lang. Als aber die Tage der Trauer um ihn vorüber waren, redete Joseph mit dem Haus des Pharao und sprach: Wenn ich Gnade gefunden habe in euren Augen, so redet doch vor den Ohren des Pharao und sprecht: Mein Vater hat einen Eid von mir genommen und zu mir gesagt: Siehe, ich sterbe; begrabe mich in meinem Grab, das ich mir im Land Kanaan angelegt habe! So lass mich nun hinaufziehen, dass ich meinen Vater begrabe und danach wiederkomme! Und der Pharao sprach: Zieh hinauf und begrabe deinen Vater, wie er dich hat schwören lassen! Da zog Joseph hinauf, um seinen Vater zu begraben; und mit ihm zogen alle Knechte des Pharao hinauf, alle Ältesten seines Hauses und alle Ältesten des Landes Ägypten; dazu das ganze Haus Josephs und seine Brüder und das Haus seines Vaters; nur ihre Kinder, Schafe und Rinder ließen sie im Land Gosen zurück. Es begleiteten ihn auch Wagen und Reiter, und es war ein großer Heerzug.

Als sie nun zur Tenne Atad kamen, die jenseits des Jordan liegt, hielten sie dort eine große und feierliche Totenklage; denn [Joseph] veranstaltete für seinen Vater eine siebentägige Trauer. Als aber die Bewohner des Landes, die Kanaaniter, die Trauer bei der Tenne Atad sahen, sprachen sie: Die Ägypter halten da eine große Klage! Daher wurde der Ort, der jenseits des Jordan liegt, »Die Klage der Ägypter« genannt. Seine Söhne aber handelten so, wie er ihnen befohlen hatte: sie führten ihn ins Land Kanaan und begruben ihn in der Höhle des Ackers Machpelah, die Abraham samt dem Acker als Erbbegräbnis gekauft hatte von Ephron, dem Hetiter, gegenüber von Mamre.

Joseph aber kehrte nach dem Begräbnis seines Vaters wieder nach Ägypten zurück, er und seine Brüder und alle, die mit ihm hinaufgezogen waren, um seinen Vater zu begraben.

Als nun Josephs Brüder sahen, dass ihr Vater gestorben war, sprachen sie: Joseph könnte gegen uns feindselig werden und uns all die Bosheit vergelten, die wir an ihm verübt haben! Darum ließen sie Joseph sagen: Dein Vater befahl vor seinem Tod und sprach: So sollt ihr zu Joseph sagen: Bitte, vergib doch deinen Brüdern die Schuld und ihre Sünde, dass sie so Böses an dir getan haben! So vergib nun den Knechten des Gottes deines Vaters ihre Schuld! Da weinte Joseph, als sie ihm das sagen ließen. Dann gingen seine Brüder selbst hin und fielen vor ihm nieder und sprachen: Siehe, wir sind deine Knechte! Aber Joseph sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Bin ich denn an Gottes Stelle? Ihr gedachtet mir zwar Böses zu tun; aber Gott gedachte es gut zu machen, um es so hinauszuführen, wie es jetzt zutage liegt, um ein zahlreiches Volk am Leben zu erhalten. So fürchtet euch nun nicht; ich will euch und eure Kinder versorgen! Und er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen.

Und Joseph blieb in Ägypten, er und das Haus seines Vaters; und Joseph lebte 110 Jahre. Und Joseph sah die Kinder Ephraims bis in das dritte Glied; auch die Kinder Machirs, des Sohnes Manasses, saßen noch auf Josephs Knien. Und Joseph sprach zu seinen Brüdern: Ich sterbe; aber Gott wird euch gewiss heimsuchen und euch aus diesem Land hinaufführen in das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat. Und Joseph nahm einen Eid von den Söhnen Israels und sprach: Gewisslich wird Gott euch heimsuchen, und ihr sollt dann meine Gebeine von hier hinaufbringen! Und Joseph starb, 110 Jahre alt; und man balsamierte ihn ein und legte ihn in einen Sarg in Ägypten.

1. Mose 50, 1-26

 

Wo der Heilige Geist ein Herz erfüllt, ist Gnade und Vergebung (V. 15-19). Gott lässt oft böse Absichten der Menschen zu, um mit uns seinen herrlichen Segensplan auszuführen. Nur wer dies erkennt, kann frei von Bitterkeit und Hass gegen fehlbare Brüder und Schwestern bleiben und gedemütigte Sünder wirklich in Freundlichkeit trösten (V. 20-21). Auch Josef sah Gottes mächtige Führung aus Ägypten voraus, und aus Glauben gab er ihnen Weisung (V. 22-26; vgl. Hebr. 11,22).

Schmerzlich ist es, wenn Böses aus der eigenen Familie, von nahe stehenden Gläubigen oder weltlichen oder kirchlichen Behörden usw. uns zustößt. Lasst uns nicht nachtragend, vergeltungssüchtig oder schadenfreudig sein, sondern Vergebung üben, wie es der Herr Jesus Christus für uns am Kreuz getan hat. Wir beten für alle Obrigkeit, Behörden, Politiker und Massenmedien sowie auch für unsere Angreifer, Verleumder, Gegner und Verfolger. Der HERR bewahre und segne uns und Euch, liebe Freunde und Glaubensgeschwister. Möge er uns stets geöffnete Augen schenken für seinen herrlichen Plan mit den Seinen, auch wenn wir seine Wege nicht immer sofort verstehen können: «… aber Gott gedachte es gut zu machen.»


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